Camille Saint-Saens: Karneval der Tiere

 

In einer Kooperation der sinfonia-di-vetro und des theater3punkt0 entstand eine Inszenierung des Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens mit Orchester und Clownstheater. In Spielszenen ohne Worte werden Titel, Inhalte und biographische Aspekte aufgegriffen und in einer ganz eigenen Handlung von 5 Akteuren dargestellt.

Die Idee zur eigenen szenischen Umsetzung des Karneval der Tiere wurde bereits 2002 in einer ersten Inszenierung am Theater Heidelberg von der sinfonia-di-vetro und den Pianisten Jens Schlichting und Philipp Marguerre realisiert.

In Kooperation mit dem von Münchner Studenten der Musik- und Theaterwissenschaften gegründeten theater3punkt0 wird unter der Regie von Sebastian Reckert in Cottbus eine neue Fassung der amüsanten Szenenfolge gezeigt, in der die Person des Komponisten und wichtige Begebenheiten aus seinem Leben rund um die Enstehungszeit des Karneval der Tiere einbezogen werden.

Die Zuschauer erleben einen Tag im Hause von Saint Saens, mit all seinen Mitbewohnern und „Haustieren“, die vor allem in musikalischen Parodien diverser Berufskollegen bestehen.

In amüsanten Episoden erwecken die Clowns die Musik zu einem bildhaften Leben, kümmern sich um die alltäglichen Belange des Meisters auf ihre ganz eigene Art und Weise und nehmen alle Anwesenden mit in eine bunte Phantasiewelt, die zum gedanklichen weiterspielen und variieren einlädt.

 

Der Karneval der Tiere aus dem Jahre 1886 ist heute das mit Abstand bekannteste Werk von Camille Saint-Saens, dabei hatte er es ursprünglich nur für eine Aufführung im privaten Freundeskreis vorgesehen. Um seinen guten Ruf besorgt, verfügte er, dass der „Karneval der Tiere“ erst nach seinem Tod (1922) zur Uraufführung gelangen sollte. Direkt danach trat das Werk seinen weltweiten Siegeszug an und stellt bis heute für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen eine höchst amüsante „große zoologische Fantasie“ dar, die ihresgleichen sucht. Die Gründe liegen zum einem wohl in den Parodien und Anleihen aus Werken berühmter Berufskollegen, zum anderen wohl in der Vorahnung, dass dieses Werk alle anderen von ihm an Populärität in den Schatten stellen würde, was letztendlich auch eingetroffen ist.

Ergänzt wird das Programm durch die „Träumerei“ aus den „Kinderszenen“ von Robert Schumann und dem bekannten „Hummelflug“ von Rimsky-Korsakov und George Bizets „Jeux d’enfants “ (Kinderspiele) für Orchester.

 

Besetzung theater3punkt0 und sinfonia-di-vetro:

Klavier/“Camille Saint Saens“: Jens Schlichting

 

Clowns: Dominik Lossie

Dennis Roithmaier/ Andreas Hiendl

Sebastian Reckert

Sascha Reckert

 

Musikalische Einrichtung/Bearbeitungen: Jens Schlichting, Philipp Marguerre

Regie/Dramaturgie: Sebastian Reckert

Idee/Konzept/Glasharmonika: Sascha Reckert